Niedersächsisches Gütesiegel der Begabungsförderung

Das Ratsgymnasium bildet zusammen mit den beiden Osnabrücker Grundschulen Elisabethschule und Heinrich-Schüren-Schule den so genannten Kooperationsverbund „Osnabrück-Stadt II“. Diese drei Schulen sind vom Land Niedersachsen zertifiziert als Schulen, die sich die Förderung besonderer Begabungen in besonderer Weise zur Aufgabe gemacht haben. Diese Auszeichnung ermöglicht es den drei Schulen, spezielle Angebote für begabte und motivierte Schüler gestalten zu können. Dabei stellen die Schulen durch gemeinsame Konzepte sicher, dass besondere Begabungen früh- und rechtzeitig erkannt, individuell gefördert und umfassend integriert werden.

Die Zusammenarbeit der drei Schulen ist geprägt durch gemeinsame konzeptionelle Arbeit in Fragen der Förderung und des gegenseitigen Erfahrungsaustauschs sowie durch schul- und schulformübergreifende Angebote. Daraus ergeben sich Kursangebote insbesondere des Ratsgymnasiums an die beiden Grundschulen, so etwa zu naturwissenschaftlichen Phänomenen oder dem Sprachenzirkus, eine Entdeckungsreise in verschiedenste Sprachen oder von allen drei Schulen gestaltete englischsprachige Theaterstücke (z. B. „The Queen´s Spoons“).

Ansprechpartner: Robert Stutzenstein

Niedersächsische Juniorakademien

Das Ratsgymnasium unterstützt Schüler bei der Vermittlung von Teilnehmerplätzen an den Niedersächsischen JuniorAkademien in Goslar, Loccum und Papenburg. Die einwöchigen Akademien finden in der Regel in den Sommer- oder Herbstferien statt und sind für Schüler der Klassen 7 bis 10 konzipiert. Siehe http://www.deutsche-juniorakademien.de/.

In den Niedersächsischen JuniorAkademien kommen besonders motivierte und leistungsbereite Jugendliche der Sekundarstufe I zusammen, die ihre Interessen und Fähigkeiten in den Ferien erweitern möchten. Als konzeptionelles Vorbild diente die Deutsche SchülerAkademie.

Neben der fachlichen Arbeit zu künstlerischen, naturwissenschaftlichen oder gesellschaftswissenschaftliche Themen spielt die soziale Komponente eine große Rolle: Beim gemeinsamen Leben und Lernen entstehen neben neuen Erkenntnissen auch viele neue Freundschaften. Die freie Zeit zwischen den Kursen gestalten die Teilnehmer gemeinsam mit Aktivitäten wie Sport, Theater oder Musik.

Die außerordentlich positiven Auswirkungen der JuniorAkademien wie auch der Deutschen SchülerAkademie oder ähnlicher Programme in anderen Ländern auf die Teilnehmenden sind vielfältig belegt:

Sie können ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten besser einschätzen.

Sie verbessern ihre Arbeitshaltungen und Lerntechniken.

Sie erleben sich als „normal“ im Kreise von ähnlich Befähigten und Motivierten und es entstehen vielfach dauerhafte Freundschaften.

Ansprechpartner: Robert Stutzenstein

Schule trifft Wissenschaft und Gesellschaft

Im Rahmen der Vortragsreihe referieren Wissenschaftler über Inhalte ihres Faches und geben Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft Einblicke in aktuelle Themen sowie in ihr berufliches Wirken. Der niedersächsische Innenminister sowie ein Gedächtnisweltmeister hielten, unter anderen, entsprechende Vorträge.

Die Vortragsreihe richtet sich gleichermaßen an Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse, an deren Eltern und an weitere Gäste. Die Vielfalt der Vortragsstile mit den eingesetzten Präsentationsmethoden ist für die Schülerinnen und Schüler in im Hinblick auf ihre spätere Berufstätigkeit von großem Interesse. So gab es bisher hochgradig medial unterstützte Vorträge sowie solche, die ohne die Verwendung jeglicher Hilfsmittel faszinierten.

Ansprechpartner: Jürgen Nagel-Volkmann

Kunstakademie

Die Kunstakademie richtet sich an kunstinterssierte und kunstbegeisterte Schülerinnen und Schülern des Rats. Eine Woche lang arbeiten die Schüler intensiv an einem vorgegebenen Thema, was von den curricularen Vorgaben losgelöst ist. Charakteristisch ist, dass die Schüler sich dort jahrgangsstufenübergreifend mit einem selbstgestalteten Bild/Zeichnung bewerben. Unter allen Bewerbern werden 14 Teilnehmer ausgewählt. Auswahlkriterien zur Teilnahme sind kreative Ideen, künstlerische Fähigkeiten, zeichnerischer Ausdruck usw. Die Kunstakademie findet im Rahmen der Begabtenförderung parallel zum Unterricht satt (anlehend an das Drehtürmodell). Es wird vorausgesetzt, dass die Teilnehmer sich selbständig über die regulären Unterrichtsinhalte erkundigen, Klassenarbeiten gehen selbstverständlich vor.

Ansprechpartner: Christiane Berger

Frühstudium

 

Durch die räumliche Nähe zur Universität und zu deren Zentraler Studienberatung (ZSB) sind die Wege kurz: Für interessierte Oberstufenschüler kann ein Schnupperstudium (zwangloser Besuch von einzelnen Lehrveranstaltungen) oder Frühstudium (verbindlicher Besuch einer Lehrveranstaltung mit der Möglichkeit, einen Leistungsnachweis zu erwerben) an der Univsität oder der Hochschule vermittelt werden – ohne besonderen bürokratischen Aufwand.

Für die Aufnahme zu einem Frühstudium benötigen die interessierten Schüler das Einverständnis ihrer Schulleitung und eines Lehrers ihrer Schule, der bereit ist, sie zu betreuen. Wenn der Schüler noch minderjährig ist, benötigt er die Unterschrift mindestens eines Erziehungsberechtigten.

Am Ratsgymnasium nehmen ca. 1-3 Schüler pro Schuljahr diese Möglichkeit wahr.

Ansprechpartner: Robert Stutzenstein

 

Förderung begabter Schüler

Die Förderung von leistungsstarken Schülern basiert auf dem Grundsatz, möglichst alle Schüler individuell zu fördern. Die persönliche kreative Entwicklung und Entfaltung eines jeden Schülers soll durch ein breites Spektrum von Angeboten ermöglicht werden, deren Vielfalt ein Kennzeichen des Ratsgymnasiums darstellt.

Dabei betrachten wir den Menschen als Ganzes und möchten nicht nur intellektuelle Fähigkeiten, sondern auch emotionale, soziale, künstlerische sowie praktische Fähigkeiten fördern.

Um Begabungen frühzeitig erkennen zu können, greifen wir auf Beobachtungen von Eltern, den Schülern selbst, ehemaligen und jetzigen Lehrern zurück, so beispielsweise schon beim Schuleingangsfragebogen. Durch gegenseitige Besuche und regelmäßige Beratungs- und pädagogischen Klassenkonferenzen in den am Kooperationsverbund Hochbegabung beteiligten Schulen informieren wir uns und stimmen uns ab.

Hiermit verfolgen wir die Leitlinie des niedersächsischen Kultusministeriums, nach der die pädagogische Diagnose Vorrang vor eventuellen psychologischen oder ähnlichen Tests (z. B. IQ-Tests, Hochbegabungs-Tests) hat. So sind beispielsweise bestimmte IQ-Werte allein keine Voraussetzung für eine bestimmte Förderung und es lässt sich aus ihnen auch kein Anspruch auf diese ableiten.

Ansprechpartner: Robert Stutzenstein

Enge Kooperation der-Begabungsförderung mit den Beratungslehrerinnen

Im Schulalltag ist immer wieder festzustellen, dass (Hoch-)Begabung eventuell mit problematischen Verhaltensmustern in anderen Bereichen des schulischen Miteinanders einhergeht, etwa bei Underachievement oder weiteren Formen der Unterforderung. In diesen Fällen können Beratungslehrer Hilfestellung bei der Diagnose der möglicherweise hinter den Verhaltensmustern stehenden Probleme geben. Je nach Ergebnis können zur Regulierung des Verhaltens im sozialen Bereich und im Bereich von Lernstrategien und -motivationen Hilfen durch schulinterne Beratungssysteme angeboten werden.Weiterhin können aber auch schulexterne Adressen zur intensiveren Unterstützung vermittelt werden. Beratung kann helfen, die jeweils persönlichen Kompetenzen sicher zu erkennen und zunächst für die Schule, aber auch im Hinblick auf Studium und Beruf zielführend zu nutzen. Auf der anderen Seite können auch institutionalisierte Projekte zur Begabungsförderung die pädagogisch angestrebten Ziele der Beratung unterstützen. Wichtig ist die Kooperation aller vorhandenen Beratungssysteme, um den jeweiligen Schüler optimal in seiner schulischen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen.

 

Ansprechpartner: Zita Kantus

Elternsprechtage

Zweimal pro Schuljahr werden Eltern zu Elternsprechtagen in die Schule eingeladen, um sich mit den Klassenlehrern und Fachkollegen über den schulischen Erfolg ihrer Kinder in einem persönlichen Gespräch auszutauschen. In der Regel liegt der Termin des ersten Sprechtages im November, um eventuell auftretende Defizite noch rechtzeitig bis zur Ver­gabe der Halbjahreszeugnisse optimieren zu können.

Der zweite Elternsprechtag findet im Anschluss an die Vergabe der Halbjahreszeugnisse im Februar statt. Zu diesem Zeitpunkt lädt das Klassenlehrertandem gezielt nur die Eltern der Schülerinnen und Schüler ein, bei denen aufgrund des Notenbildes oder anderer Auf­fälligkeiten intensiver Beratungsbedarf besteht.

In Jahrgang 5 bieten wir den Eltern einen vorgezogenen Elternsprechtag im Oktober bzw. Anfang November an, um über den Übergang von der Grundschule an das Gymnasium zu sprechen.

Für individuelle und ausführliche Beratungsgespräche stehen die Kolleginnen und Kolle­gen bei Bedarf aber auch außerhalb der Elternsprechtage nach Terminabsprache zur Ver­fügung.

Deutsche Schülerakademie

Bei der Deutschen SchülerAkademie handelt es sich um ein außerschulisches Programm zur Förderung besonders leistungsfähiger und motivierter Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe. Die 6 bis 8 Akademien finden in den Sommerferien statt und dauern jeweils 16 Tage. Sie bestehen aus sechs Kursen mit Themen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Die fachliche Arbeit in den Kursen wird durch zahlreiche kursübergreifende Angebote (z.B. Sport, Musik, Theater, Exkursionen, Vorträge) ergänzt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen neue Arbeitsweisen, Methoden und Denkansätze kennen, blicken über den Horizont ihrer bisherigen Lebens- und Erfahrungswelt hinaus und werden auch an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit herangeführt. Die Akademien ermöglichen außerdem die Begegnung und den Austausch mit Gleichaltrigen, die ebenso besondere Fähigkeiten und Interessen in unterschiedlichen Bereichen besitzen.

Weitere Informationen unter www.deutsche-schuelerakademie.de.

Das Ratsgymnasium unterstützt interessierte Schüler bei der Vermittlung eines Teilnehmerplatzes an dieser Veranstaltung.

Ansprechpartner: Robert Stutzenstein

DELF-Zertifikat

Mit dem Diplôme d’Études en Langue Française, kurz DELF, können SchülerInnen ihre sprachlichen Fertigkeiten in Französisch unter Beweis stellen. Bei DELF handelt es sich um ein Sprachzeugnis, welches sich später förderlich auf Bewerbungen auswirkt. Es gibt vier unterschiedliche Niveaustufen: A1 (=leicht), A2, B1 und schließlich B2 (= schwer). Für die Jahrgangsstufen 7 bis 9 bieten sich A1 und A2 an, die Jahrgänge 10 bis 12 können sich an B1 und B2 heranwagen. Die Prüfung wird an zwei Tagen vom Institut Français durchgeführt. Sie gliedert sich in eine mündliche und eine schriftliche Prüfung sowie eine Hörverstehensaufgabe. Der Französischunterricht bereitet die erforderlichen Kompetenzen vor und das Ratsgymnasium koordiniert die Anmeldung einmal im Jahr.

Ansprechpartnerin: Regis Baumans