Olym­pio­ni­kin ver­edelt ih­re Leis­tun­gen

Über 40.000 Teil­neh­mer tra­ten in die­sem Schul­jahr bei der Ma­the­ma­tik-Olym­pia­de in Nie­der­sach­sen an. Die bes­ten 223 von ih­nen er­mit­tel­ten nun bei der Nie­der­säch­si­schen Lan­des­run­de die Lan­des­sie­ger. Dar­un­ter wa­ren auch Fen­ja Krebs und Leo Pa­pen­hau­sen, die sich im Vor­feld mit ih­ren her­aus­ra­gen­den Leis­tun­gen aus den ers­ten bei­den Run­den für den Lan­des­ent­scheid qua­li­fi­ziert hat­ten.

Die bei­den Schü­ler vom Rats­gym­na­si­um be­schäf­tig­ten sich im ma­the­ma­ti­schen In­sti­tut der Uni Göt­tin­gen mit kniff­li­gen Auf­ga­ben, die lo­gi­sches Den­ken, Kom­bi­na­ti­ons­fä­hig­keit und ei­nen krea­ti­ven Um­gang mit ma­the­ma­ti­schen Me­tho­den vor­aus­set­zen. Fen­ja konn­te da­bei ih­re be­son­de­ren Leis­tun­gen mit ei­ner Bron­ze-Me­dail­le ver­edeln. Herz­li­chen Glück­wunsch!

Wir gra­tu­lie­ren Fen­ja und Leo für ihr tol­les Ab­schnei­den in dem Wett­be­werb!

Frank Pund­sack, 26.02.17

(Quel­le Fo­to: mo-ni.de)

Rats-Ma­the­ma­tik-Wett­be­werb

Durch­hal­te­ver­mö­gen, Krea­ti­vi­tät und lo­gi­sches Den­ken – die­se Ei­gen­schaf­ten konn­ten die dies­jäh­ri­gen Teil­neh­mer des Rats-Ma­the­ma­tik-Wett­be­werbs un­ter Be­weis stel­len. In ei­ner Haus­auf­ga­ben- und ei­ner Klau­sur­run­de über­zeug­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Jahr­gangs­stu­fen fünf bis neun die Ju­ro­ren und Or­ga­ni­sa­to­ren des Wett­be­wer­bes, Frau Busch und Herrn Koch, mit ih­ren tol­len Lö­sun­gen.

Die Sie­ger wur­den nun in ei­ner klei­nen Fei­er­stun­de ge­ehrt und ih­re be­son­de­ren Leis­tun­gen mit Ur­kun­den und Buch­prei­sen be­lohnt, die vom För­der­ver­ein des Rats­gym­na­si­ums ge­stif­tet wur­den.

Wir gra­tu­lie­ren al­len Teil­neh­mern für ihr Durch­hal­te­ver­mö­gen bei den her­aus­for­dern­den und kniff­li­gen Auf­ga­ben.

  1. Platz

Fen­ja Krebs (6d)

  1. Platz

Leo Pa­pen­hau­sen (6a), Fe­li­ci­tas Klann (7b), La­ra Bar­tels (7e)

  1. Platz

Ut­kar­sh Gupta (6e), So­phie War­was (7e)

Frank Pund­sack, 04.02.2017

Mit Ma­the die Nacht zum Tag ma­chen

Schlaf­sack, Pa­pier und Blei­stift, 30 Kno­be­lauf­ga­ben und ein mo­ti­vier­tes Team: Das sind die Zu­ta­ten für ei­ne er­folg­rei­che „Lan­ge Nacht der Ma­the­ma­tik“, an der 38 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Jahr­gän­ge 6, 7 und 8 vom Rats­gym­na­si­um teil­ge­nom­men ha­ben.

Die „Ma­then­acht“ ist ein Ma­the­ma­tik-Wett­be­werb, in dem Kno­be­lauf­ga­ben ver­schie­de­ner Schwie­rig­keits­gra­de und ge­glie­dert nach Jahr­gangs­stu­fen an­ge­bo­ten wer­den. Der Start­schuss am Rats­gym­na­si­um fiel am Frei­tag­abend um 19 Uhr. Ab dann stell­ten die elf Teams ihr Kön­nen in ins­ge­samt drei Wett­be­werbs­run­den un­ter Be­weis. Die Nacht hin­durch wur­de ge­grü­belt, kom­bi­niert, ge­zeich­net und ge­rech­net, bis die letz­ten Lö­sun­gen in den Mor­gen­stun­den ab­ge­schickt wur­den. Mü­de und ge­schafft, aber den­noch stolz und glück­lich über das Er­reich­te wur­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler dann am Sams­tag­mor­gen um 8 Uhr von ih­ren El­tern ab­ge­holt.

In die­sem Jahr nah­men fast 15.000 Ju­gend­li­che aus ganz Deutsch­land in knapp 5000 Teams am Wett­be­werb teil. Um­so be­mer­kens­wer­ter ist das Ab­schnei­den der Grup­pe „TheFan­tastic­Four“ mit Hen­rik Bern­zen, Finn-Lu­is Reh­bock, Mat­tis Wiech­mann und Ri­chard zur Hei­de, die ei­nen tol­len 7. Rang im Dop­pel­jahr­gang 6/7 er­reich­ten.

Gra­tu­la­ti­on an al­le Teams, die ihr Kön­nen und Durch­hal­te­ver­mö­gen in der „Ma­then­acht“ un­ter Be­weis ge­stellt haben.21.11.2016

21.11.2016, Frank Pund­sack

Aus­stel­lung Fas­zi­na­ti­on Ma­the­ma­tik – Ma­le­rei und mehr

In der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Os­na­brück, Stand­ort Wes­ter­berg, ist zur Zeit ei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che Aus­stel­lung zu se­hen. Die Mag­de­bur­ger Ma­the­ma­tik­pro­fes­so­rin Hei­de­ma­rie Brä­sel ent­deck­te ne­ben ih­rer Lehr­tä­tig­keit die Ma­le­rei als ei­nes ih­rer Hob­bies. Seit­dem sind et­li­che „ma­the­ma­ti­sche Bil­der“ ent­stan­den, in de­nen Sie ver­sucht Zu­sam­men­hän­ge aus ver­schie­de­nen ma­the­ma­ti­schen Teil­dis­zi­pli­nen künst­le­risch dar­zu­stel­len. Hier reicht das Spek­trum vom Satz des Py­tha­go­ras bis zu Frak­ta­len, vom Gol­de­nen Schnitt bis zum ma­gi­schen Qua­drat. Vie­le lo­gi­sche, selbst ge­bas­tel­te Spie­le er­gän­zen die kurz­wei­li­ge Aus­stel­lung. Ne­ben ei­ner ein­stün­di­gen Füh­rung konn­te die Klas­se 12C1 im An­schluss dar­an noch an ei­nem Vor­trag der Pro­fes­so­rin zum The­ma „Ma­gi­sche Qua­dra­te“ teil­neh­men.

Wir hof­fen, dass noch mehr Schü­ler­grup­pen des Rats die Aus­stel­lung be­su­chen – es lohnt sich! Die Aus­stel­lung ist bis zum 24. Ok­to­ber zu be­sich­ti­gen, der Ein­tritt ist frei.

Ein Ein­blick in die Ar­beit der Fach­grup­pe

Auf den fol­gen­den Sei­ten stel­len wir das Fach Ma­the­ma­tik am Rats­gym­na­si­um vor! Wir möch­ten Ih­nen und euch ei­nen Ein­blick in Ziel­set­zun­gen und In­hal­te des Ma­the­ma­tik­un­ter­rich­tes und die Ar­beit der Fach­grup­pe ge­ben und ha­ben da­her In­for­ma­tio­nen über die Un­ter­richts­pra­xis und au­ßer­un­ter­richt­li­che Ak­ti­vi­tä­ten zu­sam­men­ge­stellt!

Pro­ble­me lö­sen –

das ist das Ein­satz­ge­biet der Ma­the­ma­tik und da­her soll der mo­der­ne Ma­the­ma­tik­un­ter­richt die Schü­le­rin­nen und Schü­ler vor al­lem be­fä­hi­gen, die Be­deu­tung der Ma­the­ma­tik in der Welt zu ver­ste­hen und Ma­the­ma­tik in an­ge­mes­se­ner Wei­se an­zu­wen­den.

Dar­auf wur­den In­hal­te und Me­tho­den des Ma­the­ma­tik­un­ter­rich­tes aus­ge­rich­tet, wie an den Kern­cur­ri­cu­la und den In­hal­ten des Zen­tral­ab­iturs zu er­ken­nen ist.

Und das er­kennt man auch an den Schwer­punk­ten des Un­ter­richts. Es wird gro­ßer Wert ge­legt auf

  • Ler­nen durch selb­stän­di­ges Ent­de­cken von Zu­sam­men­hän­gen,
  • Mo­del­lie­ren, d.h. ma­the­ma­ti­sches Er­fas­sen von An­wen­dungs­si­tua­tio­nen,
  • Ei­gen­stän­di­ges Be­schrei­ben, Be­grün­den und Ver­glei­chen von Lö­sungs­we­gen.

Der­ar­ti­ge Fä­hig­kei­ten kön­nen un­se­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler aber nur ent­wi­ckeln, wenn sie über ei­ne an­ge­mes­se­ne Si­cher­heit in Be­zug auf die Grund­la­gen ver­fü­gen, wo­zu auch, aber nicht nur, das si­che­re Aus­füh­ren von ein­fa­chen Rech­nun­gen und Ter­mum­for­mun­gen oh­ne Un­ter­stüt­zung des Ta­schen­rech­ners ge­hört. Die­se Er­kennt­nis ist nicht über­ra­schend und wird im Un­ter­richt dem­entspre­chend um­ge­setzt. Be­son­de­re Be­to­nung er­fuhr sie mit der Ein­füh­rung ei­nes neu­en Prü­fungs­teils im Ab­itur (seit 2014), des­sen Auf­ga­ben oh­ne Hilfs­mit­tel ge­löst wer­den müs­sen.

Die Set­zung neu­er Un­ter­richts­schwer­punk­te wur­de erst er­mög­licht durch den Ein­satz Neu­er Tech­no­lo­gien, so dass der Ta­schen­com­pu­ter ein un­ver­zicht­ba­res Ar­beits­mit­tel ist. Er un­ter­stützt un­se­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler in Si­tua­tio­nen des „ent­de­cken­den Ler­nens“ und ent­las­tet von schwie­ri­gen Ter­mum­for­mun­gen. Da­mit kann der Schwer­punkt des Un­ter­rich­tes stär­ker auf das Ma­the­ma­ti­sie­ren von Pro­ble­men, das Kom­mu­ni­zie­ren über ma­the­ma­ti­sche In­hal­te und das Er­for­schen un­ter­schied­li­cher Lö­sungs­we­ge ge­legt wer­den – was nicht nur span­nend klingt, son­dern durch­aus auch Spaß ma­chen kann!

War­um spie­len ei­gent­lich 10 Feld­spie­ler beim Fuß­ball?

Die­ser Wert hat Tra­di­ti­on. Seit 1870 dür­fen nur noch 11 Spie­ler ei­ner Mann­schaft auf dem Platz sein, 10 Feld­spie­ler und ein Tor­wart. Ist das ein ver­nünf­ti­ger Wert? Schein­bar schon, sonst hät­te die­ser Wert heu­te si­cher­lich kei­nen Be­stand mehr. Wir kön­nen so­gar zei­gen, dass der Wert zehn für die An­zahl der Feld­spie­ler ma­the­ma­tisch ver­nünf­tig ist.

Wenn wir ein schö­nes Spiel be­ob­ach­ten, so er­ken­nen wir, dass es um die 20 Ball­kon­tak­te pro Spiel­mi­nu­te gibt, al­so al­le 3 Se­kun­den ei­nen Ball­kon­takt.

Ist die­se Zeit zwi­schen zwei Kon­tak­ten kür­zer, ist das Spiel sehr schnell, so ähn­lich wie ein Flip­per­spiel. Ist die Zeit­span­ne zwi­schen zwei Ball­kon­tak­ten zu lang, dann wirkt das Spiel lang­wei­lig.

Der Ge­gen­spie­ler hat al­so die­se 3 Se­kun­den Zeit, den Ball zu er­rei­chen. Die Durch­schnitts­ge­schwin­dig­keit ei­nes Spie­lers be­trägt un­ge­fähr 5 m/s, das be­deu­tet, dass er in den drei Se­kun­den 15 m weit ren­nen kann. Da er dies in je­de Rich­tung ma­chen kann, deckt al­so ein Spie­ler ei­nen Kreis mit Ra­di­us 15m auf dem Spiel­feld ab.

MP3-Play­er

Die Fest­plat­te ei­nes mo­der­nen MP3-Play­ers ent­hält ge­wal­ti­ge Men­gen an Da­ten: näm­lich Mu­sik! Das ist nur durch sehr ef­fek­ti­ve ma­the­ma­ti­sche Spei­che­rung der Da­ten mög­lich – die MP3-Kom­pres­si­on.

Da­bei wer­den ins­be­son­de­re Wie­der­ho­lun­gen ef­fek­tiv ver­schlüs­selt – wie auf dem Bild an­ge­deu­tet, wo­bei der Code 255 (die größ­te Zahl, die mit acht Zif­fern im Bi­när­sys­tem dar­ge­stellt wer­den kann) „Ach­tung: Jetzt kommt ei­ne Wie­der­ho­lung“ si­gna­li­siert.

Ma­the­ma­tik (Ko­die­rungs­theo­rie) macht den Mu­sik­ge­nuss erst mög­lich: in die­sem Fall ma­the­ma­ti­sches High-Tech aus Deutsch­land (aus dem Fraun­ho­fer-In­sti­tut für In­te­grier­te Schal­tun­gen (IIS) in Er­lan­gen).

Re­chen­feh­ler und Bör­sen­crash

Re­chen­feh­ler spie­len heu­te für die Qua­li­tät ei­ner Lö­sung nicht mehr die­sel­be gro­ße Rol­le wie vor Jah­ren oder so­gar Jahr­zehn­ten.

Ein Nach­den­ken über die Grö­ßen­ord­nung der ei­ge­nen Er­geb­nis­se ist aber im­mer noch sehr zu emp­feh­len, will man nicht das „Op­fer“ z.B. von Tipp­feh­lern wer­den. Dar­über hin­aus ist auch ei­ne kri­ti­sche Ein­stel­lung in Be­zug auf den Um­gang mit dem Ta­schen­rech­ner und die Aus­wer­tung der Ta­schen­rech­ner-Er­geb­nis­se von grund­le­gen­der Be­deu­tung.

Rich­ti­ges Run­den ler­nen un­se­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler z.B. schon in der 5. Klas­se. Dass die uns so selbst­ver­ständ­li­che Me­tho­de des rich­ti­gen Auf- und Ab­run­dens aber nicht im­mer be­ach­tet wird, sieht man an dem fol­gen­den Bei­spiel:

Im Ja­nu­ar 1982 wur­de an der Bör­se von Van­cou­ver ein Ak­ti­en­in­dex ein­ge­führt. Er star­te­te mit 1000 Punk­ten, doch ein Jahr spä­ter wun­der­te man sich dar­über, dass der In­dex ent­ge­gen dem welt­wei­ten Trend um meh­re­re hun­dert Punk­te ge­sun­ken war.

Wie kam es da­zu?

Im­mer wenn ein Ak­ti­en­kurs sich än­der­te, wur­de der Van­cou­ver-Bör­sen­in­dex neu be­rech­net – und zwar auf vier Stel­len hin­ter dem Kom­ma. An­schlie­ßend wur­de dann nicht ge­run­det, son­dern die vier­te Nach­kom­ma­stel­le ein­fach weg­ge­las­sen. Der ein­zel­ne Feh­ler war re­la­tiv klein und lag bei ma­xi­mal 0,0009. Da die­se Neu­be­rech­nung aber durch­schnitt­lich 3000-mal pro Tag durch­ge­führt wur­de, ver­grö­ßer­te sich der Feh­ler stän­dig, so dass der Ak­ti­en­in­dex nach knapp zwei Jah­ren nur noch bei 524 Punk­ten stand.

Erst jetzt wur­de man dar­auf auf­merk­sam, dass hier et­was nicht stim­men konn­te, und hol­te sich Bör­sen­ex­per­ten als Rat­ge­ber.

Nach­dem die­se den Feh­ler nach län­ge­rer Su­che ent­deckt und schließ­lich be­rich­tigt hat­ten, wur­de der In­dex ent­spre­chend an­ge­passt und in­ner­halb ei­nes Ta­ges von 524,811 Punk­ten auf 1098,892 Punk­te hoch­ge­setzt. Da­mals kein gro­ßes Pro­blem – heu­te wä­re ein sol­cher Vor­gang ver­mut­lich ei­ne Ka­ta­stro­phe.

Ma­the­ma­tik­wett­be­werb am Rats 2014/2015

En­de April fand die Sie­ger­eh­rung des Ma­the-Wett­be­werbs am Rats­gym­na­si­um statt, an dem wie in je­dem Jahr Schü­le­rin­nen und Schü­ler der fünf­ten bis neun­ten Klas­sen teil­nah­men.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler lie­ßen sich auch von ei­ner drei­stün­di­gen Klau­sur in der Au­la nicht ab­schre­cken und be­ein­druck­ten durch pfif­fi­ge Lö­sun­gen.

Die be­son­de­ren Leis­tun­gen wur­den mit Buch­prei­sen be­lohnt, die vom För­der­ver­ein des Rats­gym­na­si­ums ge­stif­tet wur­den. Al­le Teilnehmer/innen er­hiel­ten ei­ne Ur­kun­de als gro­ße An­er­ken­nung für ih­re Be­reit­schaft, Zeit und Ge­dan­ken in die Lö­sung der kniff­li­gen Auf­ga­ben zu in­ves­tie­ren.

  1. Platz

Jus­tus Kühn (6a)

  1. Platz

La­ra Bar­tels (5e)                         Paul El­fe­ring (6a)

Ma­this Beck (7a)                          An­na To­met­zek (8a)

  1. Platz

Me­rit Sand­fort (5d)                      Si­mon Gro­ße Bei­la­ge (5c)

Ced­ric Scheen (6c)                       Jan Ole Eg­bers (6e)

Fa­bi­an Kas­tilan (9a)