Herzliche Adventsaktion

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

„Menschen helfen und Lebensmittel retten das ist das Motto der Osnabrücker Tafel, die in diesem Jahr einen Teil der Adventsaktion unserer Schule erhalten hat.

Die Tafel unterstützt durch gespendete Nahrungsmittel Menschen, die z.B. durch Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit, Scheidung, knappe Rente oder Integrationsprobleme in finanzielle Not geraten sind.

Der andere Teil ging an die Wärmestube des Bischöflichen Stuhls zu Osnabrück. Die Wärmestube ist nach den Worten von Diakon Joachim Meyer das niedrigschwelligste Hilfsangebot für Wohnungslose in Osnabrück.

„Man kann viel reden. Glaubwürdig wird man erst, wenn man etwas tut“ und die Schulgemeinschaft des Ratsgymnasiums hat trotz schwieriger Rahmenbedingungen etwas getan: Es wurden 744 Euro an Geldspenden abgegeben und eine Vielzahl von haltbaren Lebensmitteln, Süßigkeiten, Kaffee und Tee sowie Hygieneartikel. Mit diesen Sachspenden konnte fast der ganze Fußboden im Lehrercafe abgedeckt werden.

Alle Spenden wurden bereits übergeben bzw. sind von der Tafel abgeholt wurden.

Der 1. Vorsitzende der Osnabrücker Tafel Herr Große-Macke hat sich für die außergewöhnlich tollen Sachspenden bereits bedankt. Ebenso möchte ich ihnen und euch allen die dankbaren Grüße von der Wärmstube überbringen.

Ein großes Dankeschön an alle, die dazu etwas beigetragen haben!

Ich wünsche Ihnen und Euch schöne Weihnachtsferien, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2021.

Maria Doering

Adventsaktion 2020

Die Adventsaktion 2020 findet nur in der Woche vom 07.12.-11.12.2020 statt und wir wollen Sachspenden für die Wärmestube und die Osnabrücker Tafel sammeln: z.B. abgepackte haltbare Nudeln, Reis, Lebensmitteldosen aber auch Kaffee, Tee und Süßigkeiten. Vielleicht ist es euch und euren Eltern möglich beim Einkauf im Supermarkt etwas mehr einzukaufen.
Die Sachspenden werden in euren Klassen gesammelt und dann im Lehrercafe abgegeben. Die Oberstufenschüler können jeden Tag von 11:10 Uhr – 11:30 Uhr ihre Spenden im Lehrercafe abgeben. Die Einrichtungen freuen sich auch über Geldspenden. Diese können über den Klassenlehrer abgegeben werden.
Vielen Dank für ihre/eure Unterstützung!!!

Text: Maria Döring, 06.12.2020

Osnabrücker Oberstufentage 2020

Rechtspopulismus als Herausforderung für Kirche und Gesellschaft – 23.01.-25.01.2020

Christen in der AfD – (wie) geht das zusammen? Was verbirgt sich hinter dem Begriff Populismus? Wie wird aus Stereotypen ein Vorurteil, aus Ausgrenzung Diskriminierung, aus Radikalisierung Extremismus? Was ist / was will die Neue Rechte? Wie steht es mit der kirchlichen Verantwortung angesichts des Rechtspopulismus? 

Die Gedanken von 24 Schülerinnen und Schülern, fünf Lehrkräften vom Ratsgymnasium, der Ursulaschule und vom EMA sowie Dr. Helga Kramer vom Kirchenkreis Osnabrück kreisten in zwei intensiven Tagen um diese Fragestellungen.

„Sehr aufschlussreich und interessant“ – so das Urteil der Schülerinnen und Schüler über das Streitgespräch zwischen Volker Münz, dem kirchenpolitischen Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, und Lutz Krügener, Pastor und Referent für Friedensarbeit,zu Beginn der Veranstaltung, zeigte es doch eindrücklich die verschiedenen Positionen und lud zu einem intensiven Diskurs ein.

„Sehr informativ, Begriffserklärungen super, neue Denkanstöße liefernd“ war nach Ansicht der Teilnehmer/innen der Vortrag von Dr. Bettina Doering, Bereichsleiterin für Migration und Integration der Stadt Hannover. Sie lud die Schülerinnen und Schüler zu einer gemeinsamen Erarbeitung des Begriffs Populismus ein, machte verständlich die Eskalationsleiter von der Stereotype zum Extremismus deutlich und gab einen anschaulichen Einblick in die Anforderungen und Schwierigkeiten ihres Tätigkeitsfeldes.

Im Vortrag von Helmut Kellershohn vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung wurde „die Komplexität des Themas sehr deutlich“, indem er auf die Verflechtung der verschiedenen Strömungen innerhalb der Rechten, ihre Unterschiede,  aber auch auf die gemeinsamen Merkmale und Ziele einging.

„Hilfreich zum Verständnis, wie die evangelische Kirche mit der Herausforderung Rechtspopulismus umgeht und zum Mitdenken anregend“ lautet das Feedback zuden Darlegungen von Dr. Birgit Klostermeier, Landessuperintendentin Osnabrück. Anhand der Erarbeitung des Beschlusses der 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland zu den Gefahren des Rechtspopulismus – der als Bitte formuliert ist – wurde einerseits das Handlungsspektrum, aber auch der Ruf nach eigenständiger Verantwortungsübernahme deutlich. Die Rückfrage, woran man sich dabei orientieren könne, wurden im anschließenden „gut strukturierten, komprimierten“ Vortrag zu den biblisch-theologischen Grundlagen, die richtungsweisend für das christliche Handeln sind, beantwortet.

Dass die Gespräche, Vorträge, Diskussionen insgesamt „sehr lehrreich, informativ und meinungsbildend“ waren, zeigte auch noch einmal die Gruppenarbeit am Ende der Veranstaltung, in der sich die Teilnehmenden in kreativer Form darüber austauschen konnten, was sie mitnehmen, wo für sie die Schwerpunkte der Tagung lagen und was es in der Zukunft noch zu tun gibt.

Ein großes Dankeschön gebührt den Ehemaligen- und Fördervereine der drei Schulen, der Evangelische Jugendstiftung des Kirchenkreises und dem Landeskirchenamt, deren Zuschüsse die Durchführung dieser Tagung wieder einmal möglich gemacht haben.

Text: Andrea Gutzmann

Hilfe für die Krebsberatung: 2500 Euro Erlös der Adventsaktion

Mit „O du fröhliche“, gespielt von der Schülerkapelle im strömenden Regen am 24.12.2019 auf dem Nikolaiort, ging die 30. Adventsaktion unserer Schule zu Ende. Mit verschiedenen Aktivitäten (Verkauf in den Pausen im Advent, Weihnachtskonzert und Auftritt der Kapelle am 24.12., sowie Spenden von Unterstützern) sammelte die Schulgemeinschaft ca. 2500 Euro für die Psychosoziale Krebsberatungsstelle. 

Wir bedanken uns bei allen, die dieses tolle Ergebnis möglich gemacht haben. 

Text: Maria Doering, 06.01.2020

Frühschicht im Advent

Momente der Ruhe und Besinnung.

Wir laden herzlich ein zur Frühschicht.

Donnerstag: 6.12. 13.12., 20.12.

Jeweils um 7:30 auf der Aulabühne.

Zita Kantus, Guido Vagedes, Katharina Barthold, Julian Flint

Sterben als letzte Herausforderung

Schüler von EMA und Rats nähern sich dem Thema Tod

„Informativ und interessant“, „habe sehr viel dazugelernt“ oder „weiter so“ sind nur ei-nige von vielen positiven Rückmeldungen, die Religi-onslehrerin Karin Just und ihr Team als Rückmeldung auf die 20. Osnabrücker Oberstufentage erhalten haben. „Eine ganz tolle Gruppe“, gibt Just zurück. „Sterben – die letzte Herausforde-rung“ war das Thema in die-sem Jahr. 27 Schüler, überwiegend mit dem Abi-Prü-fungsfach Religion am EMA-oder Ratsgymnasium, hatten sich dazu angemeldet. Schon der Auftakt im Klinikum am Finkenhügel verlangte den Schülern einiges ab. Professor Dieter Lüttje konfrontierte die Gruppe vor dem Gang über die Palliativstation mit existenziellen Fragen wie „Was wünsche ich mir beim Sterben?“ oder „Was wünsche ich meinen besten Freunden, wenn die letzte Stunde schlägt?“. Zuvor hatte Oberärztin Birgit Teigel zunächst den Unterschied zwischen einem Hospiz und der Palliativstation eines Krankenhauses er-läutert. „Die Palliativstation ist keine Sterbestation“, betonte Teigel, „den Zahn muss ich Ihnen ziehen.“ Rund 60 Prozent der Patienten würden wieder entlassen. Besonders wichtig sei es, die Lebensqualität zu steigern. Dabei spielten Nähe, Zärtlichkeit und Intimität eine wesentliche Rolle. „Durch Roomingin kann das Zuhause auf die Station kommen“, so Teigel, und die Angehöri-gen dürften sich Tag und Nacht bei den Patienten aufhalten. Wie im Hotel gebe es auch Türschilder mit der Aufschrift „Bitte nicht stören“, und das werde selbstverständlich respektiert. Lüttje und Teigel zeigten zudem auf, wie individuell die Bedürfnisse von Sterbenden in der Schlussphase des Lebens sind. Während einige da-rauf warteten, dass enge Angehörige noch einmal ans Krankenbett kämen, seien anderen viele Besuche eher lästig: „Ich kann nicht jeden trösten“, berichtete Lüttje aus Gesprächen mit Patienten. Großes Interesse zeigten die Schüler daran, wie Ärzte, Therapeuten und Pfleger mit der ständigen Konfrontation mit Tod und Sterbenden umgehen. „Wir haben auch viel Spaß mit den Patienten“, erzählte Teigel. Außerdem gebe es eine externe Supervision, und auch Rituale wie Erinnerungsfeiern seien wichtig, insbesondere aber ein gutes Team. Trotzdem gebe es Situationen, die auch erfahrene Mitarbeiter zum Weinen brächten, wenn auch nicht ge-genüber dem Patienten. Die positive Herausforderung sei aber, dass es nicht um einzelne Diagnosen gehe, sondern um den ganzen Menschen. Derart eingestimmt, fuhren die Schüler am Folgetag nach Loccum in die Evangeli-sche Akademie. Dort erwarteten sie Vorträge und Dis-kussionen, zum Beispiel mit Superintendent Joachim Jeska über theologische Perspektiven oder mit dem Berliner Rechtsanwalt Dieter Graefe, der der Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas nahesteht. Mit Stolz, sagte Rats-Lehrer Alfred Weymann bei der Begrüßung, blicke der „Arbeitskreis Kirche und Schule“ als Veranstalter auf die 20. Osnabrücker Oberstufenta-ge. „Es hat sich gelohnt“, so auch das Fazit von Karin Just, die vor allem das Engagement und die Ernsthaftigkeit der Teilnehmer würdigte.

Neue Osnabrücker Zeitung vom 24.01.2018. Autor: Andreas Wenk,  Fotograf: Jörn Martens

Adventsaktion 2017

Köstlicher, appetitanregender Waffelgeruch zieht seit der vergangenen Woche wieder durch die Schule – unsere Schülerinnen und Schüler haben wieder, wie jedes Jahr, angefangen, in den Pausen

selbstgebackene Plätzchen zu verkaufen und häufig auch frisch hergestellte Waffeln zum Kauf anzubieten.

In diesem Jahr ist der Erlös der Adventsaktion, die bis zum 20.12.2017 geht, bestimmt für die Bahnhofsmission

Osnabrück.

Die Bahnhofsmissionen helfen jedem: Sofort, ohne Anmeldung, ohne Voraussetzungen erfüllen zu müssen und gratis.

Mit Auskünften und Unterstützung bei der Verständigung, beim Ein-, Aus- und Umsteigen, mit Aufenthalts- und Übernachtungsmöglichkeiten,

Rollstuhl, Gepäckwagen oder Hebebühne. Oder indem allein reisende Kinder begleitet werden. Wenn Menschen in akuter Not sind:

Kleidung kaputt, kein Telefon, ohne Schlafplatz, hungrig, durstig, bestohlen, verletzt, krank, schwach, wohnungslos. Süchtig. Krank. Verarmt. Verzweifelt.

Die Zahl der Hilfesuchenden bei den Bahnhofsmissionen steigt. Immer seltener reichen eine Tasse Kaffee und ein Butterbrot.

Die Menschen kommen mit multiplen Problemen und die Einrichtungen benötigen eine angemessene Ausstattung.

Herr Bohnenkamp, der neue Leiter seit einem Jahr in Osnabrücks Bahnhofsmission, hat besonders neue Kaffeemaschinen, „Platte-Sets“

(das sind Iso-Matten, Schlafsäcke, Kocher), einen Trockner und „Reserven“ für Soforthilfe auf seinem Wunschzettel.

Dass davon einiges umgesetzt werden kann, dazu wollen wir beitragen!

Danke schon  jetzt an alle, die Plätzchen backen, verkaufen und kaufen, damit wir dies Ziel erreichen!

 

Karin Just, 10.12.2017

Frühschichten im Advent

… Warten auf das Licht.

In der Vorweihnachtszeit treffen wir uns wieder jeden Dienstag (5.12./12.12/19.12) um 07:30 Uhr in der Aula (Bühne) zur Frühschicht.

Alle sind herzlich eingeladen.

Religöse Vielfalt

Ex-EKD-Vorsitzender Huber diskutiert mit Rats-Schülern

Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ war der ehemalige EKD-Vorsitzende Wolfgang Huber am Ratsgymnasium zu Gast. Acht Thesen zum Thema „Religiöse Vielfalt als Herausforderung“ stellte er vor 200 Schülern zur Diskussion.

In seinem einleitenden Vortrag spannte Huber einen weiten Bogen vom Beginn der Reformation im 16. Jahrhundert bis hin zur religiösen Pluralität der Gegenwart. „Vor hundert Jahren, zum 400-jährigen Jubiläum der Reformation, wäre kein Mensch auf die Idee gekommen, religiöse Pluralität als Thema herauszupicken, um die Aktualität der Reformation deutlich zu machen“, erklärte Huber. In Deutschland herrschte weitgehend konfessionelle Homogenität, die erst durch die Wanderungs- und Fluchtbewegungen des Zweiten Weltkriegs aufgebrochen wurde. Heute sei religiöse Pluralität zu einem globalen Phänomen geworden, das auch die christlichen Kirchen vor neue Herausforderungen stelle.

„Das Leben in religiöser Pluralität stellt an den einzelnen höhere Anforderungen, sich über die eigene Religion Klarheit zu verschaffen, zu wissen woran man glaubt und darüber auch Auskunft geben zu können“, erklärte Huber und begründete damit die Notwendigkeit des Religionsunterrichts.

Zur friedlichen Gestaltung religiöser Pluralität gehörten der staatliche Schutz der Religionsfreiheit und eine „Praxis überzeugter Toleranz“ zwischen den Religionen. Alle religiösen Gemeinschaften müssen die an den Grund- und Menschenrechten orientierte rechtsstaatliche Demokratie überzeugt bejahen und mitgestalten, so Huber.

Überzeugte Toleranz

Schülerin Paula Viehl moderierte die anschließende Diskussion mit den Oberstufenschülern. Sie leitete die Gesprächsrunde mit einer eigenen Frage ein, in der sie auf den Reformationsgedanken „Solus Christus – allein Christus“ zu sprechen kam: „Wenn wir davon überzeugt sind, dass der Mensch nur durch den Glauben an Christus gerecht werden kann, wie lässt sich dann Toleranz leben?“ Toleranz entstehe als Aufgabe nur dadurch, dass Menschen unvereinbare Positionen haben, antwortete Huber. „Solus Christus bedeutet, Gott bindet sich an Christus, nicht dass die Christen das Recht haben, über alle anderen Menschen zu richten.“

Ein weiterer Schüler schloss daran die Frage an, ob mit dem steigenden Anteil nicht religiös gebundener Menschen in Deutschland (35 Prozent) nicht auch das Toleranzproblem wegfallen würde. Huber entgegnete darauf, dass eine verordnete „Einheitsweltanschauung“ ganz ohne Religionen gerade das Gegenteil von Toleranz bewirke. „Das hatten wir schon einmal, und niemand wünscht sich das wieder.“

Frieden in der muslimischen Welt

In Deutschland funktioniere die religiöse Pluralität zwischen den christlichen Konfessionen und zwischen Christen und Muslimen gut, bemerkte ein Schüler. Wie aber könne man auf die muslimische Welt einwirken, in der unterschiedliche religiöse Weltanschauungen zu Konflikten führen? Man dürfe diesen Gesellschaften nicht mit einem „überlegenen Weltretter-Anspruch“ entgegentreten, schickte Huber seiner Antwort voraus. Die christlichen Konfessionen hätten sich selbst sehr lange schwer getan mit der friedlichen Koexistenz. In einer Schlüsselposition sehe er die Muslime, die gut integriert in Europa leben und etwas von den guten Seiten der europäischen Lebensform – Menschenrechte und Religionsfreiheit – in ihre Herkunftsländer kommunizieren können.

NOZ vom 27.10.2017. Autorin: Regine Hoffmeister, Foto Claus Adelski