Deutsch

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Die Viel­falt des Fa­ches Deutsch

„Wer nie­mals gan­ze Nach­mit­ta­ge lang mit glü­hen­den Oh­ren und ver­strub­bel­tem Haar über ei­nem Buch saß und las und las und die Welt um sich her ver­gaß, nicht mehr merk­te, dass er hung­rig wur­de oder fror –

Wer nie­mals heim­lich beim Schein ei­ner Ta­schen­lam­pe un­ter der Bett­de­cke ge­le­sen hat, weil Va­ter oder Mut­ter oder sonst ir­gend­ei­ne be­sorg­te Per­son ei­nem das Licht aus­knips­te mit der gut­ge­mein­ten Be­grün­dung, man müs­se jetzt schla­fen, da man doch mor­gen so früh aus den Fe­dern soll­te –

 Wer nie­mals of­fen oder im Ge­hei­men bit­ter­li­che Trä­nen ver­gos­sen hat, weil ei­ne wun­der­ba­re Ge­schich­te zu En­de ging und man Ab­schied neh­men muss­te von den Ge­stal­ten, mit de­nen man ge­mein­sam so vie­le Aben­teu­er er­lebt hat­te, die man lieb­te und be­wun­der­te, um die man ge­bangt und für die man ge­hofft hat­te, und oh­ne de­ren Ge­sell­schaft ei­nem das Le­ben leer und sinn­los schien –

Wer nichts von al­le­dem aus ei­ge­ner Er­fah­rung kennt, nun, der wird wahr­schein­lich nicht be­grei­fen kön­nen, was Bas­ti­an jetzt tat.“

Mi­ch­al En­de: Die un­end­li­che Ge­schich­te

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ken­nen das Fach Deutsch aus der Grund­schu­le und be­le­gen es bis zum Ab­itur – Deutsch ist ei­ne Kon­stan­te in je­der schu­li­schen Lauf­bahn. Das Fach ist aber al­les als lang­wei­lig, bie­tet es doch vie­le The­men­be­rei­che aus den Be­rei­chen Spra­che, Li­te­ra­tur und Me­di­en.

Le­sen

Im Deutsch­un­ter­richt geht es im­mer wie­der um das Le­sen und um das Ver­ste­hen von Tex­ten al­ler Art (Sach- oder Ge­brauchs­tex­te, Li­te­ra­tur, d.h. Ro­ma­ne, Er­zäh­lun­gen, Ge­dich­te und Thea­ter so­wie Film oder auch In­hal­te des In­ter­nets). Die­se Aus­ein­an­der­set­zung mit Tex­ten und Me­di­en führt da­zu, dass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Welt, in der sie le­ben, er­fas­sen und be­grün­de­te Wert­ur­tei­le ein­neh­men kön­nen.

Bei der Aus­wahl der Bü­cher wird in der Se­kun­dar­stu­fe I zu­nächst auf Ju­gend­li­te­ra­tur ge­setzt, die er­gänzt wird durch „klas­si­sche“ li­te­ra­ri­sche Tex­te. In der gym­na­sia­len Ober­stu­fe wird ein Teil der Text­aus­wahl durch das Zen­tral­ab­itur vor­ge­ge­ben, aber es bleibt Spiel­raum für die Wahl von Tex­ten, die die je­wei­li­ge Lern­grup­pe in­ter­es­sie­ren.

Die ver­schie­de­nen Tex­te wer­de in ih­rem je­wei­li­gen his­to­ri­schen und ge­sell­schaft­li­chen Kon­text ein­ge­ord­net und die Li­te­ra­tur ver­mit­telt den Schü­le­rin­nen und Schü­lern Ein­bli­cke in Grund­mus­ter mensch­li­cher Er­fah­run­gen und er­öff­net Zu­gän­ge zu ver­schie­de­nen Welt­sich­ten.

Buch­vor­stel­lun­gen, Le­se­tipps und Bü­cher­bo­xen fin­den ih­ren Platz im un­ter­richt­li­chen All­tag.

Le­se­för­de­rung am Rats­gym­na­si­um

  • Die Bi­blio­thek der Schu­le ist nicht nur Lern- und Auf­ent­halts­ort, sie bie­tet un­se­ren Schü­le­rin­nen und Schü­lern auch ein aus­ge­wähl­tes An­ge­bot an Kin­der- und Ju­gend­li­te­ra­tur.
  • Die SV ver­an­stal­te­te in der Ver­gan­gen­heit re­gel­mä­ßig die Le­se­rat­ten­nacht für Schü­le­rin­nen und Schü­ler des 5. Jahr­gangs. Am Abend le­sen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen Klein­grup­pen bei Ker­zen­schein aus be­lieb­ten Ju­gend­bü­chern vor. An­schlie­ßend über­nach­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf ei­nem Ma­trat­zen­la­ger in der Au­la; am Mor­gen gibt es Früh­sport so­wie ein ge­mein­sa­mes Früh­stück.
  • Im sechs­ten Jahr­gang nimmt das Rats­gym­na­si­um tra­di­tio­nell am Vor­le­se­wett­be­werb des Bör­sen­ver­eins teil.
  • In der Vor­weih­nachts­zeit or­ga­ni­siert die Fach­grup­pe Deutsch zu­sam­men mit der Le­se­päd­ago­gin Ste­pha­nie Schol­ze den Li­te­ra­tur­abend für El­tern der Jahr­gän­ge 5 bis          Un­ter dem Mot­to „Le­sen ist ein star­ker An­fang (Lie­sA)“ wer­den ak­tu­el­le Kin­der- und Ju­gend­bü­cher vor­ge­stellt.
  • Wir Deutsch­leh­re­rin­nen und -leh­rer be­mü­hen uns eben­so re­gel­mä­ßig um Le­sun­gen mit Au­torin­nen oder Au­toren, so konn­ten in der Ver­gan­gen­heit bei­spiels­wei­se Ni­na We­ger oder auch Chris­ti­an Du­da ein­ge­la­den wer­den – letz­te­rer pan­de­mie­be­dingt nur on­line, aber auch das war ein Ge­winn.

Re­fle­xi­on über Spra­che

Gram­ma­tik, Zei­chen­set­zung und Recht­schrei­bung sind selbst­ver­ständ­lich Teil des Deutsch­un­ter­richts. Be­son­ders in den ers­ten Jah­ren am Gym­na­si­um wer­den die Kom­pe­ten­zen in die­sen Be­rei­chen ge­fes­tigt und wei­ter­ent­wi­ckelt.

Aber auch Re­fle­xi­on über Spra­che dient der Er­wei­te­rung der Fä­hig­kei­ten im Ver­ste­hen und Ver­fas­sen von Tex­ten so­wie im Sprach­han­deln all­ge­mein. Die ver­schie­de­nen Her­kunfts­spra­chen in den Lern­grup­pen wer­den be­son­ders be­rück­sich­tigt und als An­lass zu Sprach­be­trach­tun­gen und Sprach­ver­glei­chen auf­ge­grif­fen und ge­nutzt.

Schrei­ben

Ne­ben dem Le­sen geht es auch um die Fä­hig­keit sich aus­zu­drü­cken.

Im Un­ter­richt wird re­gel­mä­ßig die Kom­pe­tenz des Dis­ku­tie­rens, des For­mu­lie­rens der ei­ge­nen Mei­nung so­wie de­ren Be­grün­dung trai­niert. Die Fer­tig­keit der Schü­le­rin­nen und Schü­ler, schrift­lich aus­zu­drü­cken, zu wel­chen Ana­ly­se- und In­ter­pre­ta­ti­ons­er­geb­nis­sen sie ge­lan­gen, wird über die Jah­re im­mer wei­ter­ent­wi­ckelt.

Krea­ti­ves Schrei­ben fin­det so­wohl im Un­ter­richt statt, wird aber auch dar­über hin­aus ge­för­dert, zum Bei­spiel im Schreib­zir­kus.

Schreib­zir­kus

  • Krea­ti­vi­tät und Wort­akro­ba­tik sind ge­fragt im jähr­lich statt­fin­den­den Schreib­zir­kus. Der schul­in­ter­ne Schreib­wett­be­werb rich­tet sich an die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Jahr­gän­ge 5 bis 8. Für die Jahr­gän­ge 5 und 6 gibt es ein klei­nes „Ein­stei­ger­se­mi­nar“, das Tipps und Tricks ver­mit­telt. Dann geht es los: Ei­nem jähr­lich wech­seln­den Mot­to fol­gend, schrei­ben die jun­gen Au­torin­nen und Au­toren ih­re Ge­schich­ten. Ei­ne Ju­ry sich­tet die Tex­te und die bes­ten wer­den in ei­nem klei­nen Bänd­chen ab­ge­druckt.

Me­di­en

In der Aus­ein­an­der­set­zung mit Me­di­en er­öff­nen sich den Schü­le­rin­nen und Schü­lern er­wei­ter­te Mög­lich­kei­ten der Wahr­neh­mung, des Ver­ste­hens und Ge­stal­tens. Ei­ne be­wuss­te Nut­zung der Me­di­en­viel­falt er­for­dert Stra­te­gien: Wel­che In­for­ma­ti­on wird be­nö­tigt? Wie und wo ist die In­for­ma­ti­on zu fin­den? Wel­chen Nut­zen er­füllt die In­for­ma­ti­ons­quel­le? Wie ver­läss­lich ist die Quel­le? Ist die In­for­ma­ti­on sach­lich rich­tig und voll­stän­dig? Wie re­le­vant ist die In­for­ma­ti­on? Der­ar­ti­ge Stra­te­gien sind Ele­men­te zur Er­lan­gung über­grei­fen­der Me­tho­den­kom­pe­tenz

Teil­nah­me am kul­tu­rel­len Le­ben

Es ist ein be­son­de­res An­lie­gen des Deutsch­un­ter­richts, die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zur Teil­nah­me am kul­tu­rel­len Le­ben an­zu­re­gen, den Be­such von Ver­an­stal­tun­gen wie Le­sun­gen und Thea­ter­auf­füh­run­gen vor­zu­be­rei­ten, zur Nut­zung der viel­fäl­ti­gen An­ge­bo­te öf­fent­li­cher Bi­blio­the­ken zu mo­ti­vie­ren so­wie ei­ne Aus­ein­an­der­set­zung mit der Viel­falt kul­tu­rel­ler Ak­ti­vi­tä­ten ein­zu­for­dern.

Ko­ope­ra­ti­on mit dem Thea­ter Os­na­brück

  • Das Rats­gym­na­si­um ko­ope­riert mit dem Thea­ter Os­na­brück. Die Ver­ab­re­dung bei­der In­sti­tu­tio­nen be­steht dar­in, dass je­der Jahr­gang der Se­kun­dar­stu­fe I ein­mal im Jahr das Thea­ter be­sucht. Die­se Thea­ter­be­su­che wer­den bei Be­darf durch Theatervermittler*innen vor­be­rei­tet.

Fach­kol­le­gi­um

Das Fach Deutsch wird ver­tre­ten durch:

Claus Adelski

Claus Adel­ski

Ma­scha Berg­mann

Tan­ja Blei­ker

Ivon­ne Brau­er Drö­ge

Franziska_Dauberschmidt

Fran­zis­ka Dau­ber­schmidt

Mi­cha­el Freu­de

Grieser-Schmitz

Kath­rin Grie­ser-Schmitz

Christiane Kamphasuen

Chris­tia­ne Her­ber

868839746

Irm­gard Hin­dahl

Sil­ke Klar

Jo­a­na Köp­ke

Sa­bi­ne Le­ker

Ei­ke Pan­nen­borg

868839425

Ja­ni­ne Rörsch-Ei­sen­berg

Jörg Scherz

Stamm, Nele - GE-DE

Ne­le Stamm (Re­fe­ren­da­rin)

To­ni Walz

868839588

Ste­fa­nie West­phal

Fach­ob­frau

Anonym_w

Ju­lia Zarfl

150 150 Ratsgymnasium Osnabrück
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