„Our Com­mon Fu­ture” Ju­gend­kon­gress 2019 in Stutt­gart

Zur Ver­tre­tung ei­nes Pro­jekts zum The­ma „Nach­hal­ti­ge Er­näh­rung“ fuh­ren vom 23.-25. Mai drei Schüler*innen be­glei­tet von Frau Lück­mann-Frag­ner und Frau Kalk-Fede­ler nach Stutt­gart zum „Our Com­mon Fu­ture“ Ju­gend­kon­gress der Ro­bert-Bosch-Stif­tung. Dort galt es das ei­ge­ne Pro­jekt, wel­ches aus ein­zel­nen Teil­pro­jek­ten be­steht, vor­zu­stel­len und v.a. aber auch sich mit an­de­ren Teil­neh­mern und ih­ren Pro­jek­ten zur Nach­hal­tig­keit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die­se va­ri­ier­ten trotz des all­ge­mei­nen Fo­kus Nach­hal­tig­keit the­ma­tisch von Un­ter­su­chun­gen zum Wet­ter in Ver­bin­dung mit Kli­ma, über In­sek­ten-Mo­ni­to­ring und Nach­hal­tig­keits­maß­nah­men im Forst bis hin zu (in un­se­rem Fall) Nach­hal­ti­ger Er­näh­rung.

Un­ser Pro­jekt be­stand da­bei aus zwei Teil­pro­jek­ten: ei­ner be­reits ab­ge­schlos­se­nen Da­ten­er­he­bung zum Er­näh­rungs­ver­hal­ten und der Ak­zep­tanz von No­vel-Food-Pro­duk­ten bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen und dem Pro­jekt „Nach­hal­ti­ge Er­näh­rung in und um Os­na­brück – No­vel Food ver­sus Old Food“.

Bei der Un­ter­su­chung des Er­näh­rungs­ver­hal­tens und der Ak­zep­tanz von No­vel-Food-Pro­duk­ten bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen han­delt es sich um ei­ne Ko­ope­ra­ti­on der Bio­lo­gie­di­dak­tik der Uni­ver­si­tät Os­na­brück mit dem Se­mi­nar­fach der Ober­stu­fe am GidW. Hier­bei wur­de ei­ne Um­fra­ge ge­mein­sam mit den Schüler*innnen die­ses Se­mi­nar­fachs zur Ana­ly­se des Er­näh­rungs­ver­hal­tens und der Ak­zep­tanz von No­vel-Food-Pro­duk­ten bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen er­stellt und an­schlie­ßend mit den Schüler*innen al­ler Jahr­gän­ge des GidW im No­vem­ber 2018 durch­ge­führt. Das Ziel des Gan­zen war die­se Ak­zep­tanz im Zu­sam­men­hang mit ih­rem Er­näh­rungs­ver­hal­ten bei den Schüler*innen zu un­ter­su­chen, um da­bei au­ßer­dem durch die sta­tis­ti­sche Aus­wer­tung der Um­fra­ge fest­zu­stel­len, wel­che Fak­to­ren auf die­se Ak­zep­tanz Ein­fluss neh­men. Hier­zu wur­den un­ter an­de­rem die Ein­stel­lung zu Tie­ren, Ekel, Fleisch­ein­stel­lung, Na­tur­ver­bun­den­heit u.v.m. durch die Ver­wen­dung be­stimm­ter Ska­len un­ter­sucht und an­schlie­ßend durch die Durch­füh­rung von Kor­re­la­tio­nen und Re­gres­sio­nen mit der Ak­zep­tanz von No­vel-Food-Pro­duk­ten in Ver­bin­dung ge­setzt.

Die Er­geb­nis­se die­ser Um­fra­ge wur­den am 28. Ja­nu­ar 2019 in der Au­la un­se­rer Schu­le prä­sen­tiert und er­neut zu­letzt auf dem „Our Com­mon Fu­ture“ Ju­gend­kon­gress in Stutt­gart.

Al­ler­dings um­fasst die Prä­sen­ta­ti­on auf die­sem Kon­gress ein wei­te­res Teil­pro­jekt, wel­ches noch in vol­lem Gan­ge ist:

Das Pro­jekt „Nach­hal­ti­ge Er­näh­rung in und um Os­na­brück – No­vel Food ver­sus Old Food“ um­fasst vier For­schungs­fra­gen, die die AG un­ter­sucht.

Die ers­te: „Wel­che Vor­stel­lun­gen ha­ben Os­na­brü­cker zu dem The­ma Nach­hal­ti­ge Er­näh­rung“ wur­de be­reits mit Hil­fe von In­ter­view­stu­di­en in der Os­na­brü­cker In­nen­stadt er­forscht. Die an­schlie­ßen­de Aus­wer­tung die­ser In­ter­views führ­te dann zu dem Er­geb­nis ei­ner Viel­zahl an ge­nann­ten Mög­lich­kei­ten, die auf dem Ju­gend­kon­gress in Stutt­gart vor­ge­stellt wur­den.

Des Wei­te­ren wur­de eben­falls ein Aus­blick auf den wei­te­ren Ver­lauf des Pro­jekts prä­sen­tiert. Denn drei For­schungs­fra­gen ste­hen noch aus:

  • Wel­che prä­gen­den Er­in­ne­run­gen ha­ben „al­te“ Men­schen an ih­re Er­näh­rung in ih­rer Kind­heit und was stel­len sie sich un­ter nach­hal­ti­ger Er­näh­rung vor? (Qua­li­ta­ti­ve In­ter­view­stu­die in­klu­si­ve der Samm­lung von Re­zep­ten)
  • Ab wel­chem Al­ter ent­wi­ckeln Kin­der ei­ne Vor­stel­lung da­von, ob und wie ih­re Er­näh­rung ei­nen Ein­fluss auf ih­ren Kör­per hat? (Qua­li­ta­ti­ve In­ter­view­stu­die mit Grund­schul­kin­dern)
  • Wie kön­nen „Men­schen“ über­zeugt wer­den, sich nachhaltig(er) zu er­näh­ren? (Pro­ban­den tes­ten al­ter­na­ti­ve Er­näh­rungs­for­men. In­ter­view­stu­die und Food Blog-Ana­ly­se in­klu­si­ve der Ab­lei­tung von nach­hal­ti­gen Er­näh­rungs­stra­te­gien)

Nach der Un­ter­su­chung die­ser ist dann ge­plant mit Hil­fe des ge­sam­mel­ten Wis­sens ein Koch­buch zu er­stel­len, das al­te bzw. tra­di­tio­nel­le Re­zep­te mit nach­hal­ti­ger Er­näh­rung kom­bi­niert.

Doch die Pro­jekt­vor­stel­lung war nur ein Teil des aus­gie­bi­gen Kon­gress­pro­gramms. Nach­dem an dem Frei­tag die un­ter­schied­lichs­ten Pro­jek­te in ei­ner Art Mu­se­ums­rund­gang prä­sen­tiert wur­den, wur­den al­le An­we­sen­den in Grup­pen ein­ge­teilt. Im Rah­men ei­nes Plan­spiels zum The­ma „Luft­qua­li­tät in Stutt­gart“ be­such­ten die­se Grup­pen dann un­ter­schied­li­che Un­ter­neh­men und In­sti­tu­tio­nen (Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um, Ro­bert-Bosch-Stif­tung, Ro­bert-Bosch-GmbH, u.v.m.), wo­durch die un­ter­schied­li­chen An­sich­ten zu Luft­ver­schmut­zung und mög­li­chen Lö­sungs­an­sät­zen un­ter­sucht wer­den soll­ten. Die­se wur­den dann am nächs­ten Tag prä­sen­tiert, um in ei­ner ge­mein­sa­men Dis­kus­si­on Vor­schlä­ge zur Lö­sung des Pro­blems Luft­ver­schmut­zung aus­zu­ar­bei­ten.

Al­les in al­lem war es ein in­ter­es­san­tes Er­leb­nis an die­sem Kon­gress teil­zu­neh­men und vor al­lem ei­ne tol­le Er­fah­rung, sich in die­sem Rah­men mit an­de­ren über die un­ter­schied­li­chen Pro­jek­te aus­zu­tau­schen und ei­nen wis­sen­schaft­li­chen Dia­log zu füh­ren. Auch die Stadt Stutt­gart hat uns sehr ge­fal­len!

Sal­ly Riek, Han­nah Pöt­ter und Sven Lau­mann (Rats­gym­na­si­um)

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