Sind das die Teilnehmer der nächsten Fußball-WM?

Alle Flaggen erkannt?

(Auflösung am Ende)

Sind das die Teilnehmer der nächsten Fußball-WM?

Nein, dies sind 8 von 40 Flaggen, aus denen Teilnehmerteams des Youth Start Awards in Wien vom 15.-16.4.21 kamen, das wegen Corona zum ersten Mal nicht live in der österreichischen Hauptstadt, sondern virtuell stattgefunden hat.

In diesen zwei Tage drehte sich alles um Entrepreneurship, ein Wort aus dem 19. Jahrhundert, entstanden zur Zeit der industriellen Revolution. Häufig wird es mit Unternehmer übersetzt, das ist aber falsch. Ein Entrepreneur vereint die Eigenschaften eines Unternehmers und denen eines Erfinders. Einer der bekanntesten Entrepreneure ist sicher H. Ford, der sich sowohl um die Produktentwicklung als auch um die kaufmännische Seite seines Unternehmens gekümmert hat, zudem noch die Abläufe durch den Einsatz von Fließbändern optimiert hat.

Nachdem der Begriff lange in Vergessenheit geriet, ist er aktuell wieder in Mode gekommen. Durch die vielen Start-ups, die es weltweit gibt, arbeiten viele junge Leute wieder zweigleisig. Sie entwickeln ein Produkt, kümmern sich aber auch um die betriebswirtschaftliche Seite, um Kalkulation, Werbung, Marketing. Sie erstellen Businesspläne und suchen nach Sponsoren. An einigen Universitäten kann man Entrepreneurship studieren.Typisch ist auch das „networken“, das sich mit anderen austauschen und vernetzen.

In diesen Rahmen ist das Wiener Event einzuordnen. Der Hauptpunkt war die Präsentation von Schülern aus aller Welt, die an einem IFTE-Kurs teilgenommen und in ihrem Land mit ihrem Pitch oder Businesspräsentation nationaler Sieger geworden sind. Der Vortrag wurde vor einer ca. achtköpfigen internationalen Jury in Englisch gehalten, anschließend gab es eine fünfminütige Fragerunde, auch in Englisch.

Preise wurden in drei Kategorien vergeben:

1. Idea-Challenge

2. Real Market

3. Solution of the SDG‘s

Für Deutschland traten unsere zwei Bundessieger an:

Mika Danner in der Kategorie „real Market“ und Jonah Kröger in der Kategorie „Solutions of the SDGs“.

Mika ist mit seinem Fahrradbringdienst „Mika brinkts“ im zweiten Geschäftsjahr und unterstützt Senioren, aber auch andere Menschen beim Einkaufen und bei Besorgungen. Er hat nicht nur ein Logo und Flyer, Plakate in CI entwickelt, er hat auch ein entsprechendes T-Shirt und Rucksack.

Mika Danner

Er bestach vor allem durch seine Persönlichkeit und seine Präsentation. Keiner hat in dieser Kompetenz so viele Punkte abgeräumt wie er. Insgesamt kam am Ende eine Silbermedaille für den Osnabrücker Jungunternehmer raus.

Jonah war mit seinen 13 Jahren mit Abstand der jüngste Teilnehmer. Er stellte seinen E-Walker 2000 vor, einen durch Batterie unterstützten Rollator, für den man weniger Kraft aufwenden muss, wenn man z. B. bergauf schieben muss. Jonah war hier vor allem als Erfinder tätig, er hat den Prototypen nämlich selbst mit Hilfe eines KFZ-Mechatronikers in dessen Werkstatt entwickelt und gebaut. Auch Jonah, für den das freie Formulieren als Achtklässler natürlich eine besondere Herausforderung war, meisterte seine Vorstellung bravourös und wurde ebenfalls mit einer Silbermedaille bedacht.

Jonah Kröger

Während Mika erneut eine Wienreise zum Peter Drucker Forum gewonnen hat, soll Jonah nach Rücksprache mit den den Sponsoren Unterstützung in seinem Geschäft bekommen.

Ein solches Großereignis virtuell zu erleben war spannend, zumal es ein sehr buntes Rahmenprogramm mit Workshops, Podiumsdiskussionen, einer Stadtrundfahrt, einem Weinquiz (hier wurde Jonah 3.) Roundtable -Gesprächen und einen Marketplace mit den Schülern gab.

Interessant, wie weit dieses Projekt, was bei uns Ideenschmiede heißt, verbreitet ist und wie viele Ideen junge Leute gerade auch im Bereich Nachhaltigkeit haben. Unseren beiden Schülern hat es sehr gut gefallen, sie haben sich super verkauft und können zu Recht stolz auf sich sein. Neben den Preisen, haben sie auf jeden Fall auch etwas fürs Leben mitgenommen.Sie haben den inneren Schweinehund besiegt, haben Durchhaltevermögen an den Tag gelegt und ihr Ding durchgezogen. Sie sind sich selber treu geblieben und diese Authentizität war sicher Teil des Erfolgs, eben echte Entrepreneure.

Ich bin wie die gesamte Schulmannschaft des Rats stolz auf Euch und gratuliere auch an dieser Stelle nochmals ganz herzlich

Euer Coach

Sylvia Janßen

Ideenschmiede Ratsgymnasium Osnabrück

PS: Auflösung der Flaggen

Albanien Kenia Deutschland China

Russland Ruanda Bangladesch Chile

Irland Malaysia

Weiter dabei waren Mexiko, Österreich, Schweiz, die Niederlande, die USA und viele viele andere.

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