Schulbrief Nr. 22 / 04. Dezember 2020

 Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen! 

Nachdem das letzte Wochenende für viele von uns äußerst turbulent war, weil sich die Meldungen über positiv getestete Schülerinnen und Schüler häuften, kehrt nun, da wir uns seit Montag im Szenario B befinden, wieder etwas mehr Ruhe in unseren Schulalltag ein. In diesem Szenario B werden wir bis zu den Weihnachtsferien bleiben. Insgesamt befanden sich in dieser Woche etwa 250 Schülerinnen und Schüler sowie 16 Lehrkräfte in Quarantäne. Am Donnerstag gab es eine Testmöglichkeit für alle Betroffenen im „Haus der Jugend“ und natürlich hoffen wir, dass die Ergebnisse keine weiteren Ansteckungen zutage fördern. 

Trotz all der Schwierigkeiten konnten wir den Schulbetrieb aufrechterhalten, auch wenn in vielen Lerngruppen Unterricht entfallen musste. In der kommenden Woche können – sofern keine Neuinfektionen bekannt werden – fast alle wieder zurück in die Schule kommen. Allerdings musste ich heute eine Teilgruppe im Jahrgang 7 ins Distanzlernen schicken, da es erneut einen Verdachtsfall gibt. 

In diesem Zusammenhang möchte ich Schülerinnen und Schülern, in deren Familien es mit Krankheitssymptomen verbundene Verdachtsfälle gibt, von einem Schulbesuch dringend abraten, bis ein negativer Test vorliegt. 

 Verschiebung des Unterrichtsbeginns 

Nach den Weihnachtsferien wird am Ratsgymnasium der Unterricht 60 Minuten später beginnen. Der gesamte Schultag verschiebt sich also um eine Stunde und endet somit auch entsprechend später. Nachdem in den letzten Wochen und Monaten die Schüler-beförderung und die damit verbundenen teilweise übervollen Busse zunehmend zu einem Infektionsrisiko wurden, haben sich Vertreter von Stadt, Stadtwerken, weiterführenden Schulen sowie Vertreter des Stadtschüler- und Stadtelternrats in einem Arbeitskreis zu dieser Lösung durchgerungen. Diese Verschiebung wird an insgesamt sechs Schulen stattfinden: Ratsgymnasium, Ursulaschule, Domschule, Möser-Realschule, Hauptschule Innenstadt und Carolinum. Die Maßnahme ist auf die Zeit bis zu den Osterferien begrenzt. 

Nach Aussage der Stadtwerke, die entsprechende Daten erhoben haben, wird dies zu einer erheblichen Entlastung der Verkehrsspitze vor allem am Morgen beitragen. Die Stadtwerke haben uns zugesichert, dass die Schülerbeförderung auf Hin- und Rückfahrt auch für Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis ohne unverhältnismäßige Wartezeiten gewährleistet werden kann. 

Für Schülerinnen und Schüler der unteren Jahrgänge, die auf eine Betreuung in den Morgenstunden angewiesen sind, werden wir eine Frühbetreuung anbieten. Zu den Einzelheiten und der Anmeldung werden wir Sie und euch noch vor den Ferien informieren. 

Es ist offensichtlich, dass mit diesem Schritt ein weiteres Mal in bewährte Strukturen und den Tagesablauf vieler Familien eingegriffen wird. Ich halte dies aber für einen weiteren notwendigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie und zur Gesunderhaltung nicht nur unserer Schülerinnen und Schüler, sondern auch der Lehrkräfte und aller Mitglieder der Schulgemeinschaft leisten. 

Erinnerung 

Für den Fall, dass Sie eine Notbetreuung am 21./22. Dezember 2020 oder eine Befreiung für einen der letzten beiden Schultage (17./18. Dezember 2020, Formular auf der Homepage) beantragen möchten, erlaube ich mir, daran zu erinnern, dass die entsprechenden Anträge bis zum 11. Dezember vorliegen müssen. 

Ich wünsche Ihnen und euch allen ein besinnliches zweites Adventswochenende und hoffe, dass die Zeit bis zu den Weihnachtsferien für uns alle ruhig und in Gesundheit verläuft. 

Mit herzlichen Grüßen 

Sebastian Bröcker, Schulleiter 

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