Osnabrück, 11. Februar 2026 – Lampenfieber, Applaus und intensive Gespräche: Beim Regionalen Schultheatertreffen am Ratsgymnasium Osnabrück wurde eindrucksvoll sichtbar, wie lebendig und kraftvoll Schultheater in Niedersachsen ist. Die Veranstaltung ist Teil des landesweiten Niedersächsischen Schultheatertreffens (NiST), das seit 1978 vom Fachverband Schultheater – Darstellendes Spiel Niedersachsen e. V. organisiert wird.

Drei Schulen präsentierten ihre Arbeiten und zeigten, wie unterschiedlich junge Menschen ihre Themen auf die Bühne bringen. Das Ratsgymnasium eröffnete mit „Wer bin ich? Wer darf ich sein?“ und stellte Fragen nach Identität und Selbstbestimmung. Die Geschwister-Scholl-Oberschule Bad Laer beeindruckte mit „Zone“, während das Artland-Gymnasium Quakenbrück in „Zwischen uns und euch“ den Blick auf Beziehungen und Abgrenzung richtete.



Neben den Aufführungen stand vor allem der Austausch im Mittelpunkt. In moderierten Feedbackrunden diskutierten die Schülerinnen und Schüler offen über Wirkung, Spielweise und Inszenierungsideen – wertschätzend, ehrlich und auf Augenhöhe. Genau dieser Dialoggedanke macht das NiST aus: Theater nicht nur als Präsentation, sondern als gemeinsamer Lern- und Erfahrungsraum.
Das Regionale Treffen bildet den Auftakt zum 24. Niedersächsischen Schultheatertreffen, dessen zentrales Abschlusstreffen im Juni 2026 in Oldenburg stattfinden wird. Welche Gruppen dort erneut auf der Bühne stehen werden, entscheidet ein Beratungsgremium aus erfahrenen Theaterlehrkräften.
In Osnabrück jedenfalls war bereits spürbar: Hier wächst eine junge Theatergeneration heran, die etwas zu sagen hat – mutig, kreativ und mit großer Spielfreude.
Text: Toni Walz
Fotos: Stefanie Westphal






