Informationen zum Lernen zu Hause und in der Schule

Informationen zum Lernen zu Hause und in der Schule

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte!

Im Folgenden ein kurzes Update zu einigen wichtigen Punkten:

Technische Ausstattung

Bitte teilen Sie uns über die Klassenlehrerinnen oder den Klassenlehrer mit, falls bei Ihnen zu Hause die technischen Voraussetzungen für das „Lernen zu Hause“ nicht optimal sind. Wir werden uns in jedem einzelnen Fall um Beratung und Hilfe bemühen. So ist es in bestimmten Fällen auch möglich, Geräte leihweise zur Verfügung zu stellen.

Benotung und Versetzung

  • Zum 15.04.2020 erfolgte für alle Fächer eine Dokumentation des Leistungsstandes. Dieser Leistungsstand wird Ihren Kindern in gewohnter Weise in der nächsten Zeit von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern mitgeteilt.
  • Ob in den Klassen 5-11 noch Klassenarbeiten/Klausuren geschrieben werden können, hängt stark davon ab, wieviel Präsenzunterricht noch stattfinden wird. In einigen Fällen wird sicherlich gänzlich darauf zu verzichten sein, um die Schülerinnen und Schüler nicht noch weiter unter Druck zu setzen. Ich weise aber nochmals darauf hin, dass Ergebnisse des Lernens zu Hause Grundlage von Leistungsüberprüfungen in der Schule sein können.
  • Beim „Lernen zu Hause“ werden auf Wunsch einer Schülerin bzw. eines Schülers erkennbar selbstständig erbrachte Leistungen benotet und fließen in die Zeugnisnote ein.
  • Leistungen in Fächern, die ausschließlich im zweiten Schulhalbjahr epochal zu erteilen sind, werden zwar bewertet, sind aber nur positiv versetzungsrelevant (können also nicht zu einer Nicht-Versetzung führen, jedoch kann man nicht ausreichende Leistungen in anderen Fächern damit ausgleichen).
  • Auch am Ende dieses Schuljahres wird es Klassenkonferenzen geben, die über Versetzung oder Nicht-Versetzung entscheiden. Allerdings gelten hierbei folgende Sonderregelungen: o Falls ein Ausgleich (von zwei mangelhaften Leistungen) möglich ist, so muss die Ausgleichsregel von der Konferenz angewandt werden.
  • Alle Schülerinnen und Schüler, die im 5. bis 9. Schuljahrgang wegen mangelhafter Leistungen in zwei Fächern nicht versetzt werden, haben generell einen Anspruch auf eine Nachprüfung.

Notbetreuung

Die Bedingungen und den Antrag für die Notbetreuung finden Sie auf unserer Homepage.

Mit herzlichen Grüßen

Sebastian Bröcker, Schulleiter

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte!

Wie Sie sicher schon den Medien entnommen haben, werden die Schulen noch einige Wochen geschlossen bleiben und dann schrittweise wieder mit dem Unterricht beginnen. Ich möchte Ihnen in diesem Elternbrief die wichtigsten Informationen zusammentragen und die konkreten Pläne des Ratsgymnasiums mitteilen:

Folgender Schulbeginn ist für die einzelnen Jahrgangsstufen geplant:

11. Mai: Jg. 12

18. Mai: Jg. 9 und 10

Ende Mai: Jg. 7, 8 und 11

Anfang Juni: Jg. 5 und 6

Der genaue Schulbeginn für die Jahrgänge 5-8 sowie Jahrgang 11 ist vom Kultusministerium noch nicht genau terminiert worden, da man sich an der aktuellen Lage und der Entwicklung der Infektionszahlen orientieren möchte.

Für alle Jahrgänge gilt, dass die Klassen jeweils in zwei Gruppen geteilt werden. Diese Einteilung wird die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer anhand von bereits festgelegten Kriterien vornehmen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir hier auf Wünsche keine Rücksicht nehmen können und auch keine nachträgliche Veränderung möglich sein wird. Die Gruppen werden dann jeweils an verschiedenen Tagen der Woche unterrichtet. Alle AGs, die Ganztagsbetreuung und Sportunterricht werden nicht stattfinden, der Religionsunterricht wird in allen Jahrgängen für die Zeit bis zu den Sommerferien im Klassenverband (konfessionell-kooperativ) stattfinden. An welchen Tagen Ihr Kind Unterricht haben wird, werden wir Ihnen mitteilen, sobald wir diese Planungen abgeschlossen haben.

Für die Zeit bis zum Schulbeginn Ihres Kindes, aber auch für die sich anschließenden Tage ohne Unterricht in der Schule werden ab Montag, den 20.4. verbindliche Aufgaben für alle Fächer und alle Schülerinnen und Schüler gestellt.

Diese Aufgaben werden sich an der im Stundenplan vorgesehenen Stundenzahl orientieren und immer um 8:00 Uhr an dem Morgen gestellt werden, an dem das Fach eigentlich stattgefunden hätte. Die Abgabe der von Ihren Kindern bearbeiteten Aufgaben erfolgt dann immer bis zu dem Tag, an dem das Fach planmäßig das nächste Mal unterrichtet werden würde (Abgabe auch bis 8:00 Uhr).

Beispiel: Klasse 6c hat montags Deutsch, Englisch, Erdkunde und Geschichte. Alle Fächer stellen die Aufgaben bis 8:00 Uhr am Montagmorgen. Deutsch muss dann bis Dienstag, Englisch bis Mittwoch, Erdkunde bis Freitag und Geschichte bis kommenden Montag erledigt werden (jeweils bis 8:00 Uhr), weil an diesen Tagen die nächste Unterrichtsstunde liegt.

Die Aufgaben werden ausschließlich per iServ-Modul „Aufgaben“ gestellt. Dieses Modul findet Ihr Kind in seinem iServ-Account und kann dort sehen, wann die Aufgaben gestellt wurden, wann diese abgegeben werden müssen und ob diese bereits erledigt wurden.

Ein Erklärvideo zu dem iServ-Modul „Aufgaben“ finden Sie unter https://youtu.be/-cPaZ0kasfc. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Klassenlehrerin oder den Klassenlehrer.

WICHTIG: Die Aufgaben werden künftig nicht mehr nur wiederholenden Charakter haben, sondern auch Neues erarbeiten. Die Erledigung der Aufgaben im vorgegebenen Zeitraum ist verpflichtend!

Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind eine feste Tagesstruktur hat, innerhalb derer genug Zeit und Ruhe zur sorgsamen Bearbeitung der Aufgaben zur Verfügung stehen. Die tägliche Arbeitszeit der Schüler sollte bis Klasse 8 drei Stunden, in Klasse 9 und 10 vier Stunden, in der Oberstufe 6 Stunden nicht überschreiten. Beachten Sie bitte heute schon den Leitfaden „Lernen zu Hause“, der Hinweise des Kultusministeriums für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler enthält und den Sie zusammen mit dieser Information zugeschickt bekommen.

In der nächsten Woche wird die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer ein Zeitfenster anbieten, in dem Ihre Kinder Material und Bücher aus ihren Klassenräumen abholen können. Die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer wird eine Reihenfolge der Abholung festlegen. Es ist nicht erlaubt, dass die Kinder sich darüber hinaus im Gebäude oder auf dem Schulgelände aufhalten.

Die Abgabe der Aufgaben wird in der Regel als getippter Text oder mittels eines abfotografierten Zettels möglich sein. Dieses Foto lässt sich dann mithilfe der iServ-App sehr leicht hochladen. Bitte sorgen Sie dafür, dass diese App auf einem mobilen Endgerät, das Ihr Kind zur Erledigung der Aufgaben verwenden kann, installiert ist.

Jede Kollegin und jeder Kollege wird zu einer festgelegten Sprechstunde für Ihre Kinder und Sie erreichbar sein, um Fragen zu den Aufgaben oder allgemeine Fragen zum Fach zu beantworten. An welchen Tagen und auf welchem Kommunikationsweg (z.B. Mail, Telefon, Chat, Videokonferenz) die Lehrkräfte erreichbar sein werden, wird Ihnen mittels eines Plans bis Mittwoch, den 22.04.2020 von den jeweiligen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern mitgeteilt.

Die Kolleginnen und Kollegen werden die Abgabe der Aufgaben kontrollieren und immer einem Teil der Lerngruppe eine individuelle Rückmeldung geben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine Korrektur und Besprechung sämtlicher abgegebener Aufgaben von den Kolleginnen und Kollegen nicht zu leisten ist.

Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer werden regelmäßig – mindestens einmal pro Woche – Kontakt mit ihren Schülerinnen und Schülern aufnehmen. Auch dies soll eine Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler sein, um über Ängste, Sorgen oder mögliche technische und organisatorische Probleme zu sprechen.

Die zuhause bearbeiteten Aufgaben dürfen zwar in den Jahrgängen 5-10 nicht direkt in die Bewertung mit einfließen, bilden aber dennoch die Grundlage für spätere Leistungsüberprüfungen. Ich gehe davon aus, dass in Jahrgang 12 noch Klausuren geschrieben werden können, ob dies in den später beginnenden Jahrgängen auch der Fall sein wird, muss sich noch zeigen.

Welche Konsequenzen die Geschehnisse für von der Nicht-Versetzung bedrohte Schülerinnen und Schüler haben wird, kann ich Ihnen zur Zeit noch nicht beantworten, werde Sie aber darüber informieren, sobald hier Informationen vorliegen.

Wir werden mit diesem „Fernunterricht“ den Präsenzunterricht nicht annähernd ersetzen können. Auch wenn einige von Ihnen sich möglicherweise einen Unterricht per Videokonferenz wünschen, so muss ich diese Erwartungen leider dämpfen. Diese Form der Kommunikation wird sicherlich als Experiment von etlichen Kolleginnen und Kollegen versucht werden. Es hat sich allerdings bereits bei verschiedenen Versuchen gezeigt, dass eine Videokonferenz in vielerlei Hinsicht äußerst problematisch ist. Häufig verhindern technische Probleme, langsame Verbindungen oder Bedienungsfehler ein vernünftiges Gespräch. Aber auch die Kommunikationskultur und Disziplin, die beim Zusammentreffen von bis zu 30 Personen notwendig ist, ist bei Schülerinnen und Schülern – vor allem über längere Zeit hinweg – nicht gegeben.

Schülerinnen und Schüler, die einer Risikogruppe angehören, sowie diejenigen, die mit Angehörigen von Risikogruppen in häuslicher Gemeinschaft leben, können ins „Home Office“ gehen. Schülerinnen und Schüler, die im häuslichen Lernen verbleiben, werden nach oben beschriebenem Modell dauerhaft von ihren Lehrkräften mit Unterrichtsmaterial, Aufgaben und Lernplänen versorgt.

Sollte dies für Ihr Kind zutreffen, informieren Sie bitte zeitnah den Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin.

Die kommenden Wochen werden also dazu dienen, vieles auszuprobieren und wahrscheinlich mit einigem auch zu scheitern. Wir alle sollten uns davon aber nicht entmutigen lassen, sondern dies als Chance sehen, um Neues zu versuchen.

Meine herzliche Bitte an Sie als Eltern ist es, dass Sie vor allem die jüngeren Kinder nach Ihrem persönlichen Ermessen bei der Erledigung der Aufgaben unterstützen. Sie sollen zwar nicht bei der Anfertigung helfen, aber die nötigen Rahmenbedingungen schaffen und die Kinder ermutigen und Zuversicht spenden. Seien Sie nicht zu kritisch und erwarten Sie keine Perfektion! Bei Problemen wenden Sie sich bitte direkt an die Fachkolleginnen und Fachkollegen, um gemeinsam konstruktiv an die Sache heranzugehen und die Schwierigkeiten zu besprechen.

Die bisher angebotene Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, wird von uns selbstverständlich weiterhin angeboten. Melden Sie sich bei Bedarf bitte im Sekretariat der Schule.

Über den exakten Startzeitpunkt des Unterrichts, die Klassenaufteilung und die geänderten Stundenpläne werde ich Sie rechtzeitig per Elternbrief informieren. Auch alle weiteren Bekanntmachungen und Neuigkeiten werden Sie stets so zeitnah wie möglich von mir erfahren.

Für Rückfragen oder zur Klärung von Problemen kontaktieren Sie bitte den Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin.

Mit herzlichen Grüßen

Sebastian Bröcker, Schulleiter

 

Liebe Eltern,

das Ratsgymnasium wird weiterhin eine Notbetreuung anbieten.

Die Kriterien für die Aufnahme von Kindern in diese Notbetreuung wurden durch eine Rundverfügung der Niedersächsischen Landesschulbehörde vom 17.04.2020 folgendermaßen erweitert:

Anspruch auf Notbetreuung haben

a.) Kinder, die bisher im Rahmen der Notbetreuung berücksichtigt wurden (Eltern arbeiten im Gesundheitsbereich, medizinischen und pflegerischen Bereich; bei Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr; im Vollzugsbereich; besondere Härtefälle).

b.) Kinder, deren Eltern in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse tätig sind, z.B. Energieversorgung, Wasserversorgung, Ernährung und Hygiene, Informationstechnik und Telekommunikation (insb. Einrichtung zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze), Finanzen (Bargeldversorgung, Sozialtransfers), Transport und Verkehr (Logistik für die kritische Infrastruktur, ÖPNV), Entsorgung (Müllabfuhr) sowie Medien und Kultur - Risiko- und Krisenkommunikation. Auch in diesen Fällen sollte eine dringende Notwendigkeit der Betreuung und eine betriebsnotwendige Stellung des Arbeitnehmers gegeben sein.

c.) Kinder, bei denen ein besonderer Härtefall vorliegt (z.B. drohende Kindeswohlgefährdung, Alleinerziehende, drohende Kündigung und erheblicher Verdienstausfall).

Für alle Fälle gilt, dass die Schulen gehalten sind, sehr genau auf die dringende Notwendigkeit zu achten. Es sind vor Inanspruchnahme der Notbetreuung sämtliche anderen Möglichkeiten der Betreuung auszuschöpfen. Ziel der Einrichtungsschließungen ist die Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus. Diese Priorität müssen alle Beteiligten stets im Blick behalten.

Falls Sie die Notbetreuung in Anspruch nehmen möchten, füllen Sie bitte das entsprechende Formular aus und schicken Sie dieses per Mail ans Sekretariat (sekretariat@ratsgymnasium-os.de).

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien von Herzen alles Gute und Gesundheit!

Mit herzlichen Grüßen

Sebastian Bröcker, Schulleiter